Arbeitsvermittlung - Zeitarbeit - Arbeitslosigkeit - Weiterbildung

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Sonntag, 11 August 2019

Gelernt - ungelernt

Grundlagen

  • Berufliche Weiterbildung
    § 81 ff. SGB III mit FW - berufliche Weiterbildung

    Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg
  • "Arbeitshilfe FbW" 
    Laufende Aktualisierung. Umfang am 01.01.2019: 31 Seiten.
    -nicht veröffentlicht-
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    (tragen Sie "Arbeitshilfe FbW - aktuelle Ausgabe" ein)
  • "Arbeitshilfe Berufliche/besondere Merkmale"
    Umfang 14 Seiten
    Inhalt: Definitionen für "an-/ungelernte Tätigkeiten", "aufsichtsbedürftige Kinder", "pflegebedürftige Angehörige" usw.
    -nicht veröffentlicht-
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    (tragen Sie "Arbeitshilfe Berufliche/besondere Merkmale - VerBIS Arbeitshilfe" ein)
  • Kündigung wegen Ausbildung - wichtiger Grund -
    "Pkt. 159.1.2.1 Buchstabe s"
    www.arbeitsagentur.de/.../documents/FW-SGB-III-159_ba015166.pdf
    Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg

Beschreibung

Allgemein

Das Vorliegen oder Nichtvorliegen eines anerkannten Berufsabschlusses kann sich auf die Förderung einer beruflichen Weiterbildung durch die Arbeitsvermittlung auswirken.

So gelten Sie als gelernt  

Ein Berufsabschluss muss folgende Voraussetzungen erfüllen, damit Sie als gelernt im Sinne von § 81 SGB III gelten:

  • Der Ausbildungsgang ist nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften geregelt
    - und - 
  • es ist eine Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren vorgeschrieben (siehe bspw. Berufenet)

Für Personen mit vorhandenem Berufsabschluss ist die Förderung einer weiteren Ausbildung durch die Arbeitsvermittlung meist nicht möglich. Ausnahmen:

  • der bisherige Beruf kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden.
  • der erlernte Beruf ist bspw. aufgrund der technischen Entwicklung oder in Ihrer Umgebung nicht mehr gefragt und ein Umzug ist nicht zumutbar. 

So gelten Sie als wieder ungelernt  

Der Begriff ungelernt ist bekannt. Der Begriff "wieder ungelernt" bedarf dagegen einer Erklärung. Er trifft zu, wenn

  1. ein Berufsabschluss vorhanden ist 
    -und-
  2. danach mindestens 4 Jahre in an- oder ungelernter Tätigkeit*) gearbeitet wurde
    -und- 
  3. der erlernten Beruf deshalb nicht mehr ausgeübt werden kann.

Insbesondere der 3. Punkt ist entscheidend. Beispiel: Maurer sind nach 4 Jahren in berufsfremder Helfertätigkeit vermutlich trotzdem im Ausbildungsberuf vermittelbar (und zählen deshalb weiter als gelernt). Dies muss bei Berufen im IT-Bereich wahrscheinlich anders beurteilt werden.

Um eine Umschulung gefördert zu bekommen, müssen Sie in der Regel ungelernt oder wieder ungelernt sein.

Kündigung wegen einer Ausbildung

Ziel der Agentur für Arbeit ist es, ungelernten/wieder ungelernten Personen zu einem Berufsabschluss zu verhelfen. Aus diesem Grund kann für die Kündigung eines Beschäftigungsverhältnisses wegen einer angestrebten Ausbildung ein wichtiger Grund anerkannt werden. Vor der Kündigung muss aber ein Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit ausgestellt oder zugesagt worden sein. Genaueres ist in den Fachlichen Weisungen "Pkt. 159.1.2.1 Buchstabe s" zu § 159 SGB III oder bei Ihrem Arbeitsvermittler zu erfahren.

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*) Als an-/ungelernte Tätigkeit zählt auch die Arbeitslosigkeit, Kindererziehung und Pflege (mindestens Pflegegrad 2). An-/ungelernte Tätigkeiten zählen nur bei einem Umfang von mindestens 15 Std./Wo.

Begriffe

FW
Fachliche Weisungen

geringqualifiziert
ungelernte oder wieder ungelernte Personen (§81 Abs. 2 SGB III)

 

Links

"Berufenet"
www.berufenet.arbeitsagentur.de
Bundesagentur für Arbeit

 

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Unsere Beiträge basieren zu einem großen Teil auf Veröffentlichungen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Von der BA müssen jedoch nicht alle Regelungen veröffentlicht werden (Schutzbedürftigkeit).Auch kann sich deren Auslegung regional unterscheiden (Ermessen). So ist es möglich, dass trotz sorgfältiger Recherchen tatsächliche Entscheidungen/Handlungen der Arbeitsvermittlung von unseren Schlussfolgerungen abweichen. Unsere Beiträge stellen deshalb nur unsere Meinung dar und sollen Sie zur weiteren Nachfrage anregen.
Deshalb: Reden Sie vor einer Entscheidung immer mit der Arbeitsvermittlung oder ggf. mit einem Rechtsbeistand.

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