Arbeitsvermittlung - Zeitarbeit - Arbeitslosigkeit - Weiterbildung

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Montag, 28 Januar 2019

Kündigen wegen Weiterbildung?

Grundlagen

Beschreibung

Allgemein

Eine beruflichen Fortbildung muss notwendig sein, um durch die Arbeitsvermittlung der Agentur für Arbeit gefördert zu werden. Dabei werden zwei Ziele unterschieden:

  • Anpassung der beruflichen Kenntnisse (bspw. Schweißkurs, Staplerschein)
    > Notwendigkeit um Arbeitslosigkeit zu beenden/nicht eintreten zu lassen.
  • Nachhholen eines Berufsabschlusses
    > Notwendigkeit wegen fehlendem Berufsabschluss.

 

Hier lohnt sich eine Kündigung nicht

Sie lohnt sich nicht für eine Anpassungsqualifizierung.

Da Sie die Arbeitslosigkeit selbst herbeiführen, müssen Sie mit einer Sperre des Arbeitslosengeldes von 12 Wochen rechnen. Selbst wenn Ihnen zur Beendigung der selbst verursachten Arbeitslosigkeit eine Weiterbildung genehmigt wird, können Sie diesen finanziellen Verlust kaum aufholen. 

Hier kann sich eine Kündigung lohnen

Es kann sich lohnen, wenn Sie als ungelernter Arbeitnehmer gelten (ungelernt oder wieder ungelernt) und eine Berufsausbildung anstreben.

Eine Kündigung aus diesem Anlass kann als wichtiger Grund gegen eine Sperrzeit gelten, da die Förderung von Berufsabschlüssen bei der Arbeitsvermittlung einen hohen Stellenwert genießt (Deckung des Fachkräftebedarfs). Reden Sie wegen der genauen Voraussetzungen rechtzeitig mit Ihrem Arbeitsvermittler.

Kündigung ist nicht immer notwendig

Die Arbeitsvermittlung kann auch eine Weiterbildung im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses fördern (§ 82 SGB III). 

Die Förderung umfasst die Weiterbildungskosten und die Erstattung ausgefallener Arbeitsstunden durch einen sogenannten Arbeitsentgeltzuschuss (AEZ). Der AEZ kann bis zur Höhe von 100% des Arbeitsausfalls aufgrund der beruflichen Fortbildung gezahlt werden.

Lassen Sie sich von der Arbeitsvermittlung der Agentur für Arbeit beraten.

Begriffe

FW

Fachliche Weisungen

Wieder ungelernt (§ 81 Abs. 2 Nr. 1 SGB III)
   1. Beruf erlernt  
   2. danach mehr als vier Jahre an- oder ungelernte tätig
   3. erlernter Beruf kann deswegen nicht mehr ausgeübt werden

Anpassungsqualifizierung

Es geht nicht darum, einen Berufsabschluss zu erreichen, sondern darum, Ihre Kenntnisse an den Arbeitsmarkt anzupassen.

 

Flyer

"Merkblatt 6 - Förderung der beruflichen Weiterbildung"
con.arbeitsagentur.de/.../Merkblatt-6-Weiterbildung_ba015381.pdf 
Bundesagentur für Arbeit

 

 

Unsere Beiträge basieren zu einem großen Teil auf Veröffentlichungen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Von der BA müssen jedoch nicht alle Regelungen veröffentlicht werden (Schutzbedürftigkeit).Auch kann sich deren Auslegung regional unterscheiden (Ermessen). So ist es möglich, dass trotz sorgfältiger Recherchen tatsächliche Entscheidungen/Handlungen der Arbeitsvermittlung von unseren Schlussfolgerungen abweichen. Unsere Beiträge stellen deshalb nur unsere Meinung dar und sollen Sie zur weiteren Nachfrage anregen.
Deshalb: Reden Sie vor einer Entscheidung immer mit der Arbeitsvermittlung oder ggf. mit einem Rechtsbeistand.

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