Arbeitsvermittlung - Zeitarbeit - Arbeitslosigkeit - Weiterbildung

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Montag, 14 Januar 2019

Weiterbildung im Beschäftigungsverhältnis

Grundlagen

Beschreibung

Allgemein

Sie stehen in einem Arbeitsverhältnis und wollen sich während der Arbeitszeit weiterbilden? Mit dem Einverständnis Ihres Arbeitgebers ist dies, unter Weiterzahlung des Arbeitsentgelts, möglich. Die Agentur für Arbeit kann Ihrem Arbeitgeber bis zu 100% der Lohnkosten und Ihnen bis zu 100% der Lehrgangskosten erstatten.

Ziel

Arbeitnehmer, deren Tätigkeit durch neue Technologien oder anderweitigen Strukturwandel ersetzt werden oder die vom Strukturwandel betroffen sind, sollen durch Anpassung der Kenntnisse den Herausforderungen der Arbeitswelt besser begegnen können.

Für ältere oder schwerbehinderte Arbeitnehmer in Betrieben mit weniger als 250 Beschäftigten gelten die Einschränkungen hinsichtlich Strukturwandel nicht.

Lehrgangskosten

Der Arbeitgeber muss sich angemessen an den Lehrgangskosten beteiligen. Bei Betrieben mit weniger als 10 Beschäftigten kann diese Kostenbeteiligung entfallen. Ebenso bei Betrieben unter 250 Beschäftigte kann für ältere oder schwerbehinderte Arbeitnehmer die Kostenbeteiligung entfallen.

Arbeitsentgelt

Dem Arbeitgeber kann das Arbeitsentgelt des weiter bestehenden Arbeitsverhältnisses erstattet werden. Dabei handelt es sich um einen „Arbeitsentgeltzuschuss“.

Die Erstattung von bis zu 100% des anteilig auf die Weiterbildungszeit entfallenden Arbeitsentgelts ist möglich.

Beratung

Der Arbeitnehmer ist vor Beginn der Weiterbildung durch die Agentur für Arbeit zu beraten.

Sonstiges

Die Förderung einer Aufstiegsfortbildungen (Fachwirte, Meister, Techniker) ist ausgeschlossen.

Weitere Überlegungen für Sie

Personalabbau

Sollte Ihr Arbeitgeber einen Personalabbau planen, könnte durch die Förderung das Beschäftigungsverhältnis erhalten werden ohne den Arbeitgeber wesentlich zu belasten.

Sie sind arbeitslos und streben eine Umschulung an

Klären Sie mit der Agentur für Arbeit, ob Sie von einem Arbeitgeber bereits Monate vor Beginn der Umschulung eingestellt werden können, um dann zur vereinbarten Zeit im weiter bestehenden Arbeitsverhältnis und mit Förderung der Agentur in die Umschulung zu wechseln. Durch die vorgezogene Einstellung lernen Sie bereits den Betrieb und die Betriebsabläufe kennen.
Für Sie stellt sich natürlich die Frage, ob Sie bei einer Umschulung im Rahmen des § 81 SGB III (Ausbildungsverhältnis ohne Arbeitsverhältnis) oder im Rahmen des § 82 SGB III (Ausbildung im Arbeitsverhältnis) besser fahren.

Begriffe

Geringqualifizierte Arbeitnehmer

  • Ohne Berufsabschluss in einem Beruf mit mind. 2-jähriger Dauer.
    -oder-
  • Mit ausgebildetem Beruf, der aufgrund 4-jähriger Beschäftigung in an- oder ungelernter Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden.

Ältere Arbeitnehmer
Es wird von Vollendetem 45. Lebensjahr ausgegangen. 

KMU
Kleinere- und mittlere Unternehmen

AEZ
Arbeitsentgeltzuschuss

FW
Fachliche Weisungen

 

Links

Planen Sie Ihre Weiterbildung
https://ben.arbeitsagentur.de 
Bundesagentur für Arbeit

"Berufliche Qualifizierung Beschäftigter"
www3.arbeitsagentur.de/web/content/DE/.../Detail/index.htm
Bundesagentur für Arbeit

 

Flyer

"Weiterbildung von Beschäftigten – Programm WeGebAU"
www.arbeitsagentur.de/.../mdaw/mdg2/~edisp/l6019022dstbai395207.pdf 
Bundesagentur für Arbeit

 

 

Unsere Beiträge basieren zu einem großen Teil auf Veröffentlichungen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Von der BA müssen jedoch nicht alle Regelungen veröffentlicht werden (Schutzbedürftigkeit).Auch kann sich deren Auslegung regional unterscheiden (Ermessen). So ist es möglich, dass trotz sorgfältiger Recherchen tatsächliche Entscheidungen/Handlungen der Arbeitsvermittlung von unseren Schlussfolgerungen abweichen. Unsere Beiträge stellen deshalb nur unsere Meinung dar und sollen Sie zur weiteren Nachfrage anregen.
Deshalb: Reden Sie vor einer Entscheidung immer mit der Arbeitsvermittlung oder ggf. mit einem Rechtsbeistand.

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