Arbeitsvermittlung - Zeitarbeit - Arbeitslosigkeit - Weiterbildung

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Montag, 01 Oktober 2018

Weiterbildung - nicht gefördert

Beschreibung

Allgemein

Sie wollen eine Vollzeit-Weiterbildung absolvieren, die nicht durch die Arbeitsvermittlung gefördert wird? Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arbeitsvermittler oder einer anderen Stelle bei der Agentur für Arbeit darüber, wie Sie im Anschluss gegen Arbeitslosigkeit abgesichert sind. Machen Sie dies auch dann, wenn Sie noch in einem Arbeitsverhältnis stehen und Ihnen für die Zeit nach Abschluss der Weiterbildung bereits eine Einstellungszusage vorliegt unverhofft.

Anspruchsvoraussetzung Arbeitslosengeld

Arbeitslosengeld erhält, wer

  • in den letzten zwei Jahren vor Eintritt der Arbeitslosigkeit
  • mindestens 12 Monate beitragspflichtig tätig war bzw. Ersatzzeiten nachweisen kann (§§ 24-26 SGB III).

Bei einer nicht geförderten Weiterbildung von über 12 Monaten bestünde somit im Anschluss kein Anspruch auf Arbeitslosengeld. Von diesen Voraussetzungen gibt es noch einige wenige Ausnahmen, die Sie ggf. nutzen sollten. So kann ein einmal entstandener Anspruch auf Arbeitslosengeld innerhalb von 4 Jahren wieder geltend gemacht werden. Arbeitslos melden vor Beginn der Weiterbildung, kann gerade dann wichtig sein, wenn diese nicht finanziert wird. Fragen Sie Ihren Arbeitsvermittler.

Eventuelle Möglichkeiten der Absicherung

  • Kann  die Weiterbildung durch Ihren Arbeitsvermittler nicht gefördert werden, kann für die Zeit der Weiterbildung aber unter ganz bestimmten Voraussetzungen Verfügbarkeit anerkennen. Die Weiterbildungskosten werden dann zwar nicht gefördert, Arbeitslosengeld wird aber weitergezahlt. Die Voraussetzungen dafür sind aber sehr eng gefasst (§ 139 Abs. 3 SGB III). Ihr Arbeitsvermittler sollte sie Ihnen erklären. 
  • Arbeitslosmeldung vor Beginn der Weiterbildung zum Erhalt des Arbeitslosengeldanspruchs. Ein Tag Arbeitslosigkeit kann genügen. Dieser neue Anspruch kann dann nach der Weiterbildung geltend gemacht werden. Sie müssen dies aber mit Ihrem Arbeitsvermittler oder Sachbearbeiter klären.
  • Freiwillige Versicherung in der Arbeitslosenversicherung
    (Antragspflichtversicherung). 

Antragspflichtversicherung

Sie können sich während einer Weiterbildung freiwillig in der Arbeitslosenversicherung versichern (§ 28a SGB III). Begriff: Antragspflichtversicherung. Die besuchte Maßnahme muss dabei aber bestimmte Kriterien erfüllen. Klären Sie die Notwendigkeit und die Voraussetzungen der Versicherung unbedingt mit der Arbeitsvermittlung bzw. der Sachbearbeitung der Agentur für Arbeit.

Begriffe

Alg-W
"Arbeitslosengeld bei Weiterbildung" wird während einer geförderter Weiterbildung anstelle des Arbeitslosengeldes gezahlt.

 

Links

"Leitfaden Weiterbildung finanzieren: Weiterbildung zahlt sich aus"
www.test.de/Leitfaden-Weiterbildung-finanzieren-Weiterbildung-zahlt-sich-aus-4886405-0/
S
tiftung Warentest

Antrag auf freiwillige Arbeitslosenversicherung
Damit Ihnen keine Fehler unterlaufen, sollten Sie vor einer Antragstellung unbedingt die Agentur für Arbeit kontaktieren.
con.arbeitsagentur.de/.../AntragWeiterbildung_ba013633.pdf 
Bundesagentur für Arbeit

 

Flyer

"Merkblatt für Arbeitslose"
con.arbeitsagentur.de/.../Merkblatt-fuer-Arbeitslose_ba015368.pdf  

"Hinweise zum Versicherungspflichtverhältnis auf Antrag in der Arbeitslosenversicherung"
www3.arbeitsagentur.de/.../documents/webdatei/mdaw/mtaw/~edisp/l6019022dstbai392135.pdf
Bundesagentur für Arbeit

 

 

Unsere Beiträge basieren zu einem großen Teil auf Veröffentlichungen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Von der BA müssen jedoch nicht alle Regelungen veröffentlicht werden (Schutzbedürftigkeit).Auch kann sich deren Auslegung regional unterscheiden (Ermessen). So ist es möglich, dass trotz sorgfältiger Recherchen tatsächliche Entscheidungen/Handlungen der Arbeitsvermittlung von unseren Schlussfolgerungen abweichen. Unsere Beiträge stellen deshalb nur unsere Meinung dar und sollen Sie zur weiteren Nachfrage anregen.
Deshalb: Reden Sie vor einer Entscheidung immer mit der Arbeitsvermittlung oder ggf. mit einem Rechtsbeistand.

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