Arbeitsvermittlung - Zeitarbeit - Arbeitslosigkeit - Weiterbildung

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Donnerstag, 02 April 2020

Kündigen wegen Weiterbildung?

Allgemein

Eine beruflichen Fortbildung muss in der Regel notwendig sein, um durch die Arbeitsvermittlung gefördert zu werden. Dabei werden zwei Ziele unterschieden:

  • Anpassung der beruflichen Kenntnisse (bspw. Schweißkurs, Staplerschein, EDV-Kurs)
    > Notwendigkeit um Arbeitslosigkeit zu beenden/nicht eintreten zu lassen oder die Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern.
  • Nachhholen eines Berufsabschlusses
    > Notwendigkeit um einen fehlendem Berufsabschluss zu erreichen.


Hier lohnt sich eine Kündigung nicht

Kündigen wegen einer Anpassungsqualifizierung:
Sie müssen mit einer Sperre des Arbeitslosengeldes von 12 Wochen rechnen. Selbst wenn Ihnen die Kursförderung zugesagt wurde, erhalten Sie in den ersten 12 Wochen des Kurses kein "Arbeitslosengeld bei Weiterbildung". Ausnahme: Sie haben einen anderen wichtigen Grund für Ihre Kündigung.

Hier kann sich eine Kündigung rechnen

Es kann sich lohnen, wenn Sie als ungelernter Arbeitnehmer gelten (ungelernt oder wieder ungelernt) und eine Berufsausbildung anstreben.

Voraussetzungen:

  • Sie haben keinen Berufsabschluss und wollen diesen nachholen
  • Beratung und Förderzusage durch den Arbeitsvermittler vor der Kündigung.

Kündigung ist nicht immer notwendig

Die Arbeitsvermittlung kann auch eine Weiterbildung im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses fördern (§ 82 SGB III). 

Förderung:

  • Weiterbildungskosten
  • Kostenerstattung ausgefallener Arbeitsstunden an den Arbeitgeber (Arbeitsentgeltzuschuss / AEZ).

Der AEZ kann bis zur Höhe von 100% des Arbeitsausfalls aufgrund der beruflichen Fortbildung gezahlt werden.

Lassen Sie sich von der Arbeitsvermittlung der Agentur für Arbeit beraten.

Fundstellen

FW = Fachliche Weisungen

Kündigen wegen Weiterbildung - wichtiger Grund
FW 159.1.2.1 (s) der FW zu § 159 SGB III


 

Grundlagen

Begriffe

FW
Fachliche Weisungen

Wieder ungelernt (§ 81 Abs. 2 Nr. 1 SGB III)
   1. Beruf erlernt  
   2. danach mehr als vier Jahre an- oder ungelernte tätig
   3. erlernter Beruf kann deswegen nicht mehr ausgeübt werden

Anpassungsqualifizierung
Es geht nicht darum, einen Berufsabschluss zu erreichen, sondern darum, Ihre Kenntnisse an den Arbeitsmarkt anzupassen.

 

Flyer

"Merkblatt 6 - Förderung der beruflichen Weiterbildung"
con.arbeitsagentur.de/.../Merkblatt-6-Weiterbildung_ba015381.pdf 
Bundesagentur für Arbeit

 

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