Arbeitsvermittlung - Zeitarbeit - Arbeitslosigkeit - Weiterbildung

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Dienstag, 27 August 2019

Kündigen wegen Weiterbildung?

Inhalt

Allgemein

Eine beruflichen Fortbildung muss in der Regel notwendig sein, um durch die Arbeitsvermittlung gefördert zu werden. Dabei werden zwei Ziele unterschieden:

  • Anpassung der beruflichen Kenntnisse (bspw. Schweißkurs, Staplerschein)
    > Notwendigkeit um Arbeitslosigkeit zu beenden/nicht eintreten zu lassen oder die Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern.
  • Nachhholen eines Berufsabschlusses
    > Notwendigkeit um einen fehlendem Berufsabschluss zu erreichen.


Hier lohnt sich eine Kündigung nicht

Sie lohnt sich aus unserer Sicht nur selten für eine Anpassungsqualifizierung.

Da Sie die Arbeitslosigkeit selbst herbeiführen, müssen Sie mit einer Sperre des Arbeitslosengeldes von 12 Wochen rechnen. Selbst wenn Ihnen zur Beendigung der selbst verursachten Arbeitslosigkeit eine Weiterbildung genehmigt wird, können Sie diesen finanziellen Verlust kaum aufholen. 

Hier kann sich eine Kündigung lohnen

Es kann sich lohnen, wenn Sie als ungelernter Arbeitnehmer gelten (ungelernt oder wieder ungelernt) und eine Berufsausbildung anstreben.

Eine Kündigung aus diesem Anlass kann als wichtiger Grund gelten, damit eine Sperrzeit nicht eintritt. So die Fachlichen Weisungen (FW) zu § 159 SGB III. Grund: Die Förderung von Berufsabschlüssen genießt in der Arbeitsvermittlung einen hohen Stellenwert. Eine Bedingung: Beratung und Zusage der Förderung durch den Arbeitsvermittler vor Kündigung.

Kündigung ist nicht immer notwendig

Die Arbeitsvermittlung kann auch eine Weiterbildung im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses fördern (§ 82 SGB III). 

Die Förderung umfasst die Weiterbildungskosten und die Erstattung ausgefallener Arbeitsstunden durch einen sogenannten Arbeitsentgeltzuschuss (AEZ). Der AEZ kann bis zur Höhe von 100% des Arbeitsausfalls aufgrund der beruflichen Fortbildung gezahlt werden.

Lassen Sie sich von der Arbeitsvermittlung der Agentur für Arbeit beraten.

Grundlagen

Begriffe

FW

Fachliche Weisungen

Wieder ungelernt (§ 81 Abs. 2 Nr. 1 SGB III)
   1. Beruf erlernt  
   2. danach mehr als vier Jahre an- oder ungelernte tätig
   3. erlernter Beruf kann deswegen nicht mehr ausgeübt werden

Anpassungsqualifizierung

Es geht nicht darum, einen Berufsabschluss zu erreichen, sondern darum, Ihre Kenntnisse an den Arbeitsmarkt anzupassen.

 

Flyer

"Merkblatt 6 - Förderung der beruflichen Weiterbildung"
con.arbeitsagentur.de/.../Merkblatt-6-Weiterbildung_ba015381.pdf 
Bundesagentur für Arbeit

 

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