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Donnerstag, 23 Januar 2020

Weiterbildung abbrechen/ablehnen

Inhalt

Allgemein

Die Zusage einer Weiterbildung durch die Arbeitsvermittlung erfolgt durch Ausstellen eines Bildungsgutscheins. Darin werden die förderbaren Inhalte einer Maßnahme benannt. 

Ablehnung von Bildungsmaßnahmen

Grundsätzliche Ablehnung von Weiterbildungen

Die Zahlung von Arbeitslosengeld setzt Arbeitsbereitschaft voraus. Dies beinhaltet auch die Bereitschaft zur Teilnahme an Bildungsmaßnahmen (§ 138 Abs. 5 Nr. 4 SGB III).

Die grundsätzliche Ablehnung jeglicher Bildungsmaßnahmen bedeutet, dass Sie nicht "verfügbar" sind. Folge: Das Arbeitslosengeld wird versagt.
Es ist dabei nicht erforderlich, Ihnen eine konkrete Bildungsmaßnahme vorzuschlagen. Es reicht Ihre grundsätzliche Ablehnung.

Ablehnung einer konkreten Weiterbildung

Ihnen wurde ein Bildungsgutschein ausgestellt, der darin aufgelistete Inhalt sagt Ihnen aber nicht zu? Weiteres Vorgehen:

  • Sie lösen den Bildungsgutschein nicht ein:
    Eine Sperrzeit tritt in der Regel nicht ein, da im Bildungsgutschein noch keine konkrete Maßnahme benannt ist.
  • Sie haben den Bildungsgutschein bereits eingelöst:
    Wenn Sie die Weiterbildung jetzt nicht antreten, ist eine Sperrzeit möglich. Denn jetzt lehnen Sie eine konkrete Weiterbildung ab.


Abbruch einer Bildungsmaßnahme

Ein selbst verschuldeter Abbruch einer Weiterbildung kann eine Sperrzeit nach sich ziehen. Das Gleiche gilt, wenn Sie schuldhaft von einer Maßnahme ausgeschlossen werden. 

Dagegen liegt bei Abbruch einer Bildungsmaßnahme wegen nahtloser Aufnahme einer Beschäftigung in der Regel ein wichtiger Grund vor, sodass keine Sperrzeit eintritt.  Sprechen Sie immer rechtzeitig mit Ihrem Arbeitsvermittler.

Der Abbruch einer Weiterbildung kann notwendig werden, wenn Sie das Ziel der Weiterbildung nicht mehr erreichen. Dies kann u. a. wegen längerer Erkrankung notwendig sein. Hier trifft Sie in der Regel kein Verschulden, denn dieser Abbruch wird in der Regel vom Maßnahmeträger bzw. der Agentur für Arbeit veranlasst. Eine Sperrzeit dürfte nicht eintreten.
Der Bildungsträger meldet der Arbeitsvermittlung regelmäßig, ob das Maßnahmeziel noch erreicht werden kann. Reden Sie mit Ihrem Arbeitsvermittler rechtzeitig über häufige Fehlzeiten, bspw. über geplante Operation mit anschließender Fehlzeit.


Erneute Förderung einer Weiterbildung

Sie möchten nach einem Abbruch später erneut in eine Maßnahme eintreten bzw. die bisherige Maßnahme fortsetzen? Dies ist grundsätzlich möglich. Jetzt müssen von Ihrem Arbeitsvermittler aber vor dem erneuten Beginn der Förderung alle Voraussetzungen neu geprüft werden. Auch Arbeitslosengeld kann während der Maßnahme nur gezahlt werden, wenn zu Beginn der neuen Maßnahme noch ein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht. 

Grundlagen

Fundstellen

FW = Fachliche Weisung

Nichteinlösung eines Bildungsgutscheines
Pkt. 159.1.1.4 letzter Satz der FW zu § 159 SGB III

Verhaltensbedingter Abbruch einer Maßnahme
Pkt. 159.1.1.5 der FW zu § 159 SGB III


 

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